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Bachelor- & Masterarbeiten
an der Universitäts-Sternwarte
Für allgemeine Fragen kontaktieren Sie bitte S. Seitz (stella@usm.lmu.de).
Einige Bachelorarbeiten können auch umfangreicher gestaltet werden und dann an zwei Studenten vergeben werden, die das Projekt gemeinsam bearbeiten.
1. Instrumentierungs- und Beobachtungsprojekte
Projekt 1.1 (Bachelorarbeit):
Aufbau und Vermessung optischer Komponenten und Detektoren für neue Instrumente des Wendelstein-Observatoriums
(U. Hopp, hopp@usm.lmu.de,
F. Grupp,
C. Gössl,
F. Lang)
Für das neue 2-m-Teleskop auf dem Wendelstein werden zur
Zeit mehrere Instrumente und optische Messgeräte entwickelt.
Hierfür müssen optische Komponenten, wie z. B. Filter,
Glasfasern, Linsen oder elektronische Detektoren (CCDs) vermessen
und getestet werden. Projekte in diesem Umfeld können nach
Interesse des jeweiligen Studierenden vergeben werden und beinhalten
Laborarbeit in München, bei Interesse auch Entwicklung kleiner
Steuerungs-Skripten, sowie Auswertung und Dokumentation der Messungen.
Projekt 1.2 (Bachelorarbeit):
Charakterisierung des Koronographen des Wendelstein-Observatorium
(U. Hopp, hopp@usm.lmu.de,
F. Grupp)
Die Eigenschaften des Teleskops im abbildenden und spektroskopischen
Betrieb zur Beobachtung des Sonne im Weißlicht, im
Hα-Licht sowie bei spektraler Beobachtung sollen untersucht und
dokumentiert werden. Im Rahmen dieses Projektes können mehrere
Praktikumsanleitungen erarbeitet werden
Projekt 1.3 (Bachelorarbeit):
Literaturarbeiten zum astronomischen Instrumentenbau
(U. Hopp, hopp@usm.lmu.de,
F. Grupp)
Neuere Entwicklung zum Instrumenten- und Teleskopbau
einschließlich Justagemethoden und Berücksichtigung
von Umwelteinflüssen werden oft in nur schlecht erschlossenen
Tagungsbeiträgen dokumentiert. Im Rahmen dieser Arbeit(en)
sollen die über mehrere Bände verstreuten Beiträge
kritisch zusammengestellt werden. Aktuelle Themenstellungen umfassen
z. B. SPIE Beiträge zur Windbelastung von Montierungen,
die Diskussion um Reinigung und Bedampfungen von Teleskop- und
Instrumentierungsspiegeln mit verschiedenen Technologien, Methoden
der Spiegel-Justage (z. B. Hartmann-Analyse).
Projekt 1.4 (Bachelorarbeit):
Erstellung von Instrumenten-Steuerungssoftware
(C. Gössl, cag@usm.lmu.de)
Diese Arbeit setzt Interesse und Vorkenntnisse im Programmieren
voraus. Im Rahmen des Aufbaus der Instrumentierung für das
2-m-Teleskop am Observatorium Wendelstein sind diverse Programme
zur Steuerung von Subeinheiten zu erstellen. Die Arbeit umfasst
die Dokumentation des physikalischen Vorgehens, der gewählten
Softwarelösung und ihrer Einbindung in das Gesamtsystem.
Hierzu gehört beispielsweise auch die Automatisierung von
Testständen in den Laboren der Sternwarte oder die effektive
Verwaltung von Standardstern-Datensätzen des 40-cm-Teleskops.
Projekt 1.5 (Bachelorarbeit):
Datenbank-gestützte Kalibration von Wendelsteinbeobachtungen
(C. Gössl, cag@usm.lmu.de,
F. Lang,
U. Hopp,
J. Snigula)
Mit den Teleskopen des Wendelstein werden größere
Datensätze von Objekten erstellt, deren
Mitglieder auf Veränderlichkeit überwacht werden
(z. B. Kugelsternhaufen, die Galaxie M33, etc.). Zur Analyse
dieser Datensätze gehört auch ihre Einbindung in
Standardflusskalibrierungen sowie in Multifilteranalysen. Diese
Analysen können — zumindest in den Außengebieten
der Objekte — durch den Vergleich der eigenen Beobachtungen mit
den in Datenbanken dokumentierten Beobachtungen andere Observatorien
geleistet werden. Hierzu sollen etwa die optischen Beobachtungen
des Sloan Digital Sky Surveys, aber auch die NIR Beobachtungen
von 2MASS herangezogen werden, um insbesondere die die Farben von
veränderlichen AGB Sternen genauer untersuchen zu können.
Projekt 1.6 (Bachelorarbeit):
Auswertung der Daten des “all-sky”-Archivs des Wendelstein
(A. Riffeser, arri@usm.lmu.de,
U. Hopp)
Am Observatorium Wendelstein wird seit ca. 2 Jahren ständig
eine kleine Kamera betrieben, die den Bewölkungszustand
über den Observatorium dokumentiert. Diese Arbeit soll die
vorhandenen bzw. neu hinzukommende Datensätze analysieren, um
eine verbesserte Statistik der klaren Nächte zu erstellen und die
Auswertung wissenschaftlicher Datensätze zu unterstützen.
Hierbei können verschiedene Vorgehensweisen zur Analyse der
all-sky Bilder untersucht werden.
2. Sterne und Planeten
Projekt 2.1 (Bachelorarbeit):
Untersuchung des Zusammenhangs von Röntgenleuchtkraft und Rotation bei jungen Sternen
(Thomas Preibisch, preibisch@usm.lmu.de)
Für verschiedene junge Sternhaufen sollen vorhandene Daten
über die Röntgen-Leuchtkräfte der Sterne mit
Literaturdaten über die Rotationsperioden korreliert werden.
Der Zusammenhang zwischen Röntgenleuchtkraft und Rotation kann
neue Einblicke in die der Röntgenemission zugrunde liegenden
Dynamo-Prozesse liefern.
Projekt 2.2 (Bachelorarbeit):
Parameterstudien zu Infrarot-Interferometrischen Beobachtungen junger Sterne
(Thomas Preibisch, preibisch@usm.lmu.de)
Mit analytischen und/oder numerischen Modellen der
Helligkeitsverteilung von jungen Sternen mit zirkumstellarer Scheibe
soll untersucht werden, wie sich bestimmte Parameter (z. B. die
Stärke der Streuung an Staubkörnern) auf die Observablen
von Infrarot-Interferometrischen Beobachtungen auswirken.
Projekt 2.3 (Bachelorarbeit):
Multi-Wellenlängen-Beobachtungen von Sternentstehungsregionen
(Thomas Preibisch, preibisch@usm.lmu.de)
In Rahmen von laufenden Forschungsprojekten können bestimmte
Teilaspekte bearbeitet werden, z. B. die Korrelation von
Objektlisten in verschiedenen Wellenlängenbereichen (vom
Röntgenlicht bis hin zum sub-mm-Bereich).
Unter Verwendung von Archiv-Daten kann auch ein zukünftiger
Praktikumsversuch konzipiert werden.
Projekt 2.4 (Bachelorarbeit):
Synthetische Spektren heißer Sterne — der Einfluss unterschiedlicher Modellatome
(J. Puls, uh101aw@usm.lmu.de)
Die physikalischen Parameter heißer Sterne werden
hauptsächlich durch den Vergleich von beobachteten
und synthetischen Spektren ermittelt, wobei letztere mit
Hilfe sog. Modellatmosphärencodes berechnet werden. Ein
äußerst wichtiger Bestandteil dieser Simulationen bildet
die Beschreibung der unterliegenden atomaren Prozesse (Strahlung und
Stöße) im Rahmen sog. Modellatome. Ziel dieser Arbeit ist
es, den Einfluss unterschiedlicher Modellatome (die bereits
vorliegen) auf die synthetischen Spektren zu quantifizieren, und zwar
für ein repräsentatives Modellgitter heißer Sterne.
Projekt 2.5 (Bachelorarbeit):
Korrelation zwischen Röntgenstrahlungsemission und den fundamentalen Parametern heißer Sterne
(T. Hoffmann, hoffmann@usm.lmu.de,
A. W. A. Pauldrach)
Mittels eines gleichzeitigen Vergleichs von beobachteten und
zu berechnenden Röntgen- und UV-Spektren eines Samples von
heißen Sternen soll eine mögliche Korrelation zwischen
der Stärke der Röntgenemission und den fundamentalen
Sternparametern untersucht werden. Dies wird es ermöglichen,
die dynamischen Prozesse, die in den Atmosphären zur Produktion
der Röntgenstrahlung führen, näher zu verstehen.
Projekt 2.6 (Bachelorarbeit):
Berechnung des Massenverlustes von extrem massereichen Sternen in Starburst-Clustern
(A. W. A. Pauldrach, uh10107@usm.lmu.de,
T. Hoffmann)
Für extrem massereiche Sterne, die in Starburst-Clustern
durch Kollisions- und Verschmelzungsprozesse entstehen
und deren Massen bei bis zu 3000 Sonnenmassen liegen,
sollen mit einem bestehenden einfach zu bedienenden Programm
Massenverlustraten für ein Modellgitter berechnet werden
(s.
http://www.usm.uni-muenchen.de/people/adi/RevBer/HotStars-OForT-Mod.html).
Die berechneten Werte sind erforderlich um die Entwicklung dieser
Objekte zu beschreiben und zu überprüfen, ob sich daraus
durch weitere Verschmelzungsprozesse supermassereiche Schwarze
Löcher bilden können.
Projekt 2.7 (Bachelorarbeit):
Warum sind Supernovae vom Typ Ia (SN Ia) kalibrierbare Standardkerzen?
(P. Hultzsch, pjnh@usm.lmu.de,
A. W. A. Pauldrach,
T. Hoffmann)
Mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation sollen synthetische Lichtkurven
für SN Ia mit verschiedenen 56Ni-Massen berechnet und
so deren grundlegende Eigenschaften erarbeitet werden (Cappellaro et
al. 1997). Durch Vergleich beobachteter Lichtkurven (aus Archiven,
z. B. aus “The Online Supernova Spectrum Archive”,
http://suspect.nhn.ou.edu/)
mit den synthetischen Lichtkurven soll die bei der Explosion erzeugte
56Ni-Masse und mit Hilfe der Phillips-Relation die absolute
Helligkeit und damit die kosmologische Entfernung abgeschätzt
werden (Phillips 1993, Mazzali et al. 2001).
Projekt 2.8 (Bachelorarbeit):
Erweiterung von vorhandenen UV Beobachtungen eines Samples von Zentralsternen Planetarischer Nebel mit FUSE-Daten
(C. Kaschinski, corni@usm.lmu.de,
A. W. A. Pauldrach,
T. Hoffmann)
Ziel ist es, die vorhandenen beobachteten UV-Spektren eines
ausgewählten Samples von Zentralsternen Planetarischer
Nebel mit FUSE (Far Ultraviolet Spectroscopic Explorer)
Daten zu erweitern. Die aus dem Datenarchiv MAST
(http://archive.stsci.edu/)
entnommenen Daten sollen aufbereitet und mit bestehenden UV-Spektren
kombiniert werden. Ein abschließender Vergleich der erweiterten
Beobachtungen mit bereits gerechneten synthetischen Spektren (Pauldrach
et al. 2004) soll neue Erkenntnisse liefern.
Projekt 2.9 (Bachelorarbeit):
Farben und Extinktion von Milchstraßen-Sternen im Sloan Digital Sky Survey und im Two Micron All Sky Survey
(S. Seitz, stella@usm.lmu.de)
Ziel ist es mittels Farb-Farb-Diagrammen die Eigenschaften von
Milchstraßen-Sternen, wie Temperaturen und Metallizitäten,
als Funktion der Helligkeit und Position zu charakterisieren.
Der Einfluss der Vordergrund-Extinktion (Staub) auf die Farben soll
untersucht werden. Die Daten sollen mit synthetisch berechneten
Farb-Farb-Diagrammen verglichen werden (aus der Faltung von
Sternspektren mit Filterfunktionen). Die photometrischen Daten
für die Sterne stehen aus den SDSS und 2MASS Surveys zur
Verfügung.
3. Galaxien
Projekt 3.1 (Bachelorarbeit):
Der Andromeda (M31) Katalog
(A. Riffeser, arri@usm.lmu.de)
Im Rahmen aktueller großflächiger M31-Beobachtungen
(Pan-STARRS) wird erwartet, dass tausende bereits früher
analysierter und katalogisierter Sterne neu vermessen und besser
klassifiziert werden können. Bestehende Sternkataloge sollen
gesammelt und ausgewertet werden. Informationen über die
Helligkeiten in unterschiedlichen Filterbereichen und die zeitlichen
Helligkeitsvariationen der Sterne sollen in einer Datenbank neu
erfasst werden. Ein Gesamtkatalog soll ermöglichen, gezielt
Informationen über bestimmte Sterntypen abzurufen und
wissenschaftlich auszuwerten.
Projekt 3.2 (Masterarbeit):
Messung der Massenverteilung elliptischer Galaxien mit dem Gravitationslinseneffekt und Hubble-Space-Teleskop-Daten
(S. Seitz, stella@usm.lmu.de)
Elliptische Galaxien haben eine genügend hohe
Flächenmassendichte in ihren Zentren um Galaxien in ihrem
Hintergrund in Mehrfachbilder und Einsteinringe abzubilden
(Gravitationslinseneffekt). Derartige Beobachtungen können
dazu verwendet werden, die Massenverteilungen dieser Galaxien
zu bestimmen. Der Sloan SDSS-III Survey “BOSS”
und Huble-Space-Teleskop-Beobachtungen liefern uns viele
solcher elliptischen Galaxien mit Rotverschiebungen bis zu
z = 0.7, die einen Gravitationslinseneffekt
verursachen. Einige der spektakulärsten Gravitationslinsensysteme
sollen in dieser Masterarbeit untersucht werden. Ziel ist es,
herauszufinden, wie sich die Gesamtmaterie in die baryonische
Komponente (Sterne) und die dunkle Materie aufteilt.
Projekt 3.3 (Bachelorarbeit):
Dunkle Galaxienhalos und ihre Galaxien
(A. Burkert, andi@usm.lmu.de)
Alle Galaxien sind von Halos aus dunkler Materie umgeben, aber wie
schwer ist ein dunkler Halo typischerweise für eine Spiralgalaxie
oder eine elliptische Galaxie einer bestimmten Masse? Für dieses
Projekt sollen die Antworten auf diese Frage aus neuesten Forschungen
und Veröffentlichungen über den Gravitationslinseneffekt und
anderen theoretischen Modellen erarbeitet und zusammengefasst werden.
Projekt 3.4 (Bachelorarbeit):
Schwarze Löcher in elliptischen Galaxien
(A. Burkert, andi@usm.lmu.de)
Alle schweren elliptischen Galaxien enthalten mit hoher
Wahrscheinlichkeit massereiche Schwarze Löcher. Diese können
sich bei der Verschmelzung von zwei Spiralgalaxien bilden. Für
dieses Projekt sollen hochaufgelöste Computersimulationen von
wechselwirkenden Galaxien analysiert werden und die Eigenschaften
der entstehenden Schwarzen Löcher im Detail untersucht werden.
Die Software zur Analyse, sowie die Simulationen, werden zur
Verfügung gestellt.
Projekt 3.5 (Bachelorarbeit):
Die Entstehungsgeschichte der Milchstraße
(A. Burkert, andi@usm.lmu.de)
Ziel dieses Projektes ist es, die Eigenschaften der Milchstraße
und verschiedene Theorien ihrer Entstehung aus der Fachliteratur zu
erarbeiten und zusammenzufassen. Zusätzlich stehen numerische
Methoden zu Verfügung, mit deren Hilfe man verschiedene
Entstehungsgeschichten testen kann.
Projekt 3.6 (Bachelorarbeit):
Dynamos in Galaxien
(Harald Lesch, lesch@usm.lmu.de,
Hanna Kotarba)
Alle Galaxien sind magnetisiert. Woher kommen galaktische
Magnetfelder, wie werden sie aufrechterhalten und welche Struktur
haben sie? Das sind die Fragen die uns umtreiben. Innerhalb der
Arbeit soll mit analytischen Rechnungen ein Modell zur Verstärkung
galaktischer Magnetfelder entwickelt werden.
Projekt 3.7 (Bachelorarbeit):
Zur Ausbreitung kosmischer Strahlung in der Milchstraße
(Harald Lesch, lesch@usm.lmu.de,
Hanna Kotarba)
Die kosmische Strahlung stellt einen leichten, aber sehr druckvollen
Anteil des interstellaren Mediums dar. Durch ihre Druckwirkung auf
die Magnetfelder kann sie erheblich zum galaktischen Dynamo beitragen.
In diesem Projekt sollen die Eigenschaften galaktischer kosmischer
Strahlung und ihr Einfluss auf die Gamma-Emission untersucht werden.
Projekt 3.8 (Bachelorarbeit):
Das Alter einer Galaxie
(R. Saglia, saglia@mpe.mpg.de)
Wie wird das Alter einer Galaxie gemessen? Ziel dieser Arbeit ist die
Beschreibung der Methoden zur Altersbestimmung vor Galaxien und ihrer
Unsicherheiten. Wenn die Zeit reicht, kann man selber versuchen, aus
vorhanden Spektren das Alter von ausgewählten Galaxien zu messen.
Projekt 3.9 (Bachelor-/Masterarbeit):
Die Modellierung der Dynamik von stellaren Scheiben
(R. Saglia, saglia@mpe.mpg.de,
J. Thomas, jthomas@mpe.mpg.de)
Die Modellierung von dreidimensionalen Galaxien wird oft mit der
Schwarzschild-Methode durchgeführt. Man rechnet Sternbahnen
in einem gegebenen Gravitationspotential und findet die optimale
Mischung, die die gemessenen Daten am besten reproduzieren kann. Die
Modellierung von Galaxien mit Scheiben, die fast zweidimensional
sind, mit derselben Methode stellt Fragen, die noch ungelöst
sind. Wie optimiert man die Berechnung des Potentials? Wie bestimmt
man die richtige Regularisierung (d. h. die Glättung)
der Lösung? Wie gut ist die Methode für realistische
Galaxien? Während der Arbeit werden Lösungen zu diesen
Fragen getestet und implementiert.
Projekt 3.10 (Bachelorarbeit):
Massenbestimmung von supermassereichen schwarzen Löchern in Galaxienzentren
(R. Saglia, saglia@mpe.mpg.de)
Wie werden die Massen von supermassereichen schwarzen Löchern in
den Zentren von Galaxien gemessen? Wie gut sind sie? Wieviel Masse
steckt insgesamt in diesen supermassereichen schwarzen Löchern? Die
Ergebnisse der Forschung der letzten Jahren sollten zusammengefasst
werden.
4. Kosmologie
Projekt 4.1 (Bachelorarbeit):
Entfernungen zu Supernovae in verschiedenen kosmologischen Modellen
(J. Weller, weller@usm.lmu.de)
Für verschiedene Friedmann-Modelle sollen die Beziehung zwischen
Entfernung und Rotverschiebung abgeleitet werden. Durch Vergleich mit
Supernova-Daten sollen daraus Randbedingungen an die kosmologischen
Parameter abgeleitet werden. Dies wird mit Hilfe sogenannter
Monte-Carlo-Markov-Ketten analysiert. Wenn die Zeit reicht, kann die
Analyse auf Modelle mit extra Dimensionen ausgeweitet werden.
Projekt 4.2 (Masterarbeit):
Bestimmung der Massenverteilung von Galaxienhaufen mit dem schwachen Gravitationslinseneffekt
(S. Seitz, stella@usm.lmu.de)
Galaxienhaufen sind massereiche Strukturen, die einen
Gravitationslinseneffekt auf Galaxien in ihrem Hintergrund
hervorrufen. In ihren Zentren ist die Lichtablenkung stark und
es können mehrfach abgebildete Galaxien und Giant Arcs
auftreten. In den Außenregionen ist die Lichtablenkung zwar
schwächer, aber immer noch bessbar, weil dann die Formen
von Hintergrundgalaxien verzerrt werden. Die Messung dieser
Verzerrungen (schwacher Linseneffekt) kann in eine Massenbestimmung
des Vordergrundhaufens übersetzt werden. Wir laden Studenten mit
Interesse in Beobachtungen, Daten Analyse und Fähigkeiten in der
Untersuchung theoretischer Modelle ein an den Arbeiten unserer Gruppe
teilzunehmen. Abhängig von den Präferenzen der Studenten kann
das Projekt mehr theoretisch oder beobachtungsnäher formuliert
werden. Es können mehrere Studenten gleichzeitig an diesen
Projekten arbeiten. Daten für dieses Projekt sind verfügbar
von ESO Teleskopen, von Surveys wie Pan-STARRS, und in Zukunft auch von
KIDS und DES. Weitere Daten werden mit unserer neuen Weit-Feld-Kamera
am gerade aufgebauten 2-m Wendelstein Fraunhofer-Teleskop genommen
werden.
Projekt 4.3 (Masterarbeit):
Bestimmung der Massenverteilung von Galaxienhaufen mit dem starken Gravitationslinseneffekt
(S. Seitz, stella@usm.lmu.de)
Galaxienhaufen sind massereiche Strukturen, die einen
Gravitationslinseneffekt auf Galaxien in ihrem Hintergrund
hervorrufen. In ihren Zentren ist die Lichtablenkung stark und es
können mehrfach abgebildete Galaxien und Giant Arcs auftreten.
Diese mehrfach abgebildeten Galaxien und Giant Arcs können
verwendet werden um präzise die Massenverteilung in den
Zentren von Galaxienhaufen zu messen. Die Ergebnisse können mit
Vorhersagen über die Strukturbildung verglichen werden. Wir werden
einige Galaxienhaufen mit exzellenten Hubble-Space-Teleskop-Daten
des CLASH-Surveys untersuchen.
Projekt 4.4 (Masterarbeit):
Der dunklen Energie auf der Spur: neue Methoden zur Messung der Lichtverteilung von Galaxien
(S. Seitz, stella@usm.lmu.de,
D. Grün, dgruen@usm.lmu.de)
Dieses Projekt ist für Studenten mit viel Kreativität,
Neugier, theoretischen Interessen und Programmierkenntnissen. Das
EUCLID-Satelliten-Projekt wurde von der ESA im October 2011 in das
Cosmic-Vision-Programm aufgenommen. EUCLID zielt darauf ab, den Grund
für die beschleunigte Expansion des Universums herauszufinden,
der in der Existenz einer Dunklen Energie oder der Abweichung
von der Allgemeinen Relativitätsstheorie begründet sein
könnte. Einer der Hauptziele der EUCLID-Mission wird die Messung
der Dichtefluktuationen im Universum und ihr Wachstum mit der Zeit
mit Hilfe des Gravitationslinseneffekts sein. Diesen Linseneffekt
der Dichtefluktuationen auf die Form von Hintergrundgalaxien
bezeichnet man als “Cosmic Shear”. Der Effekt ist sehr
klein. Sein Messung verlangt die Form von Galaxien extrem genau
zu bestimmen, und künstliche Verzerrungen, die z. B. von der
Optik der Satellitenkamera oder von der Datenaufbereitung stammen
können, zu entdecken und aus der Messung zu eliminieren. Unsere
Gruppe hat einige neue Ideen zur Messung von Cosmic Shear entwickelt
und möchte diese Arbeit in Zukunft intensivieren.
Projekt 4.5 (Bachelorarbeit):
Die Entwicklung der Größe der Galaxien
(R. Saglia, saglia@mpe.mpg.de)
Eine Galaxie ändert ihre Größe im Laufe ihres
Lebens. Ziel dieser Arbeit ist die Zusammenfassung der Ergebnisse
die in den letzten Jahren publiziert worden sind. Wie wird die
Größe einer Galaxie gemessen? Wie schnell ändert
sich die Größe einer Galaxie mit der Zeit? Gibt es eine
Abhängigkeit von der Masse der Galaxie? Warum ändert sich
die Größe einer Galaxie mit der Zeit?
5. Numerische Astrophysik
Bachelor- und Masterarbeiten auf dem Gebiet der Numerischen Astrophysik in
der CAST-Gruppe sind jederzeit möglich. Speziell auf den Gebieten der
Planetenentstehung, Sternentstehung, Galaxienentstehung und der Entstehung
von großskaligen Strukturen vergeben wir jederzeit aktuelle Themen
auf Anfrage bei
A. Burkert (burkert@usm.lmu.de),
B. Ercolano (ercolano@usm.lmu.de)
und K. Dolag (dolag@usm.lmu.de).
Mehr Informationen über aktuelle und abgeschlossene Projekte finden sich auf
der Homepage der CAST-Gruppe.
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