Kometenphoto Galerie!

Auch diese Galerie schönster Aufnahmen von Kometen mit meinen Geräten Bismarck, Christina und ULT wird laufend aktualisiert!

Alle Kometenbilder können auch auf diesem Weg besichtigt werden.

Diese Seite präsentiert einen weiteren Blick in die Tiefen von Haleys Bildarchiven und zeigt Impressionen von folgenden Kometen, bis hin zum Jahr 1986, dem Jahr des Halleyschen Kometen . 2011 war der Komet Garradd von Interesse. Der Komet Lulin , war im Februar 2009 recht gut mit bloßem Auge sichtbar. Die anderen Kometen auf dieser Seite: Holmes , Ende Oktober 2007 durch einen sagenhaften Helligkeitsausbruch um 15 Größenklassen erstarkt, Mc Naught , ein absoluter Brüllerkomet, der Anfang 2007 sogar am Taghimmel zu sehen war und auf der Südhalbkugel eine spektakuläre Show abzog. Der Komet Machholz , die Kometen Neat, Ikeya Zhang und Linear, sowie die tollen Kometen der Neunziger Jahre Hyakutake und Hale Bopp. Hier findet man wichtige Kometeninfos.

Der Komet C/2009 P1 Garradd:

Garradd am 30. September 2011 auf dem 27. ITT:

Garradd - Komet zentriert

Garradd - Sterne zentriert

Garradd - Komet und Sterne gestackt

Stack mit Deep Sky Stacker, auf den Kometen zentriert, die Sterne erscheinen länglich. Stack mit Registax, auf die Sterne zentriert, Kometenkern ist leicht länglich, fällt aber nicht auf. Stack mit Deep Sky Stacker, auf Komet und Sterne zentriert.

Diese Bildreihe zeigt Varianten des Kometen C/2009P1 Garradd, mal auf die Sterne gestackt, mal auf den Kern und mal auf beides, das kann nämlich der Deep Sky Stacker. Alle basieren auf den selben 5 Einzelbildern, fokal durch Christina geschossen, Gesamtbelichtungszeit 14m30s. Durch die Nachbearbeitung mit Gimp fallen die Bilder in Farbe und Kontrast leicht unterschiedlich aus. Die obigen Bilder entstanden auf dem Internationalen Teleskoptreffen auf der Emberger Alm in Kärnten. Der Komet schien mir in der Woche seit dem 21. noch etwas an Helligkeit und Schweif zugelegt zu haben. Zumindest der Anblick in dem doch nur 10 zölligen Christina Teleskop war etwas besser, als eine Woche zuvor im 13 Zöller. Tatsächlich hat der Komet zwei, auch auf den Aufnahmen sichtbare Schweife und wird bis 2012 an Helligkeit zunehmen und dann zu einem relativ spektakulären Objekt werden. Es lohnt sich, die Informationen auf der Seite der Fachgruppe Kometen der VDS zu diesem interessanten Kometen im Auge zu behalten.

Garradd am 21. September 2011:

Garradd - Komet und Sterne zentriert

Garradd - nur Sterne gestackt

Garradd - auf Komet gestackt

Stack auf Komet und Sterne mit Deep Sky Stacker aus 3 Einzelbildern. Gesamtbelichtungszeit 9m46s von 23:20 bis 23:40 Uhr. Stack nur auf die Sterne aus 6 Einzelbildern. Man sieht die Wanderung des Kometen. Gesamtbelichtungszeit 16m25s. Diesmal wurde nur auf den Kometen mit Registax gestackt. Die 6 Aufnahmen entstanden zwischen 22:10 und 23:40 Uhr.

Am 21. September war der Komet hell genug, daß er im kleinsten Feldstecher gut zu sehen war, mit dem bloßen Auge gerade nicht. Im 13 Zoll Bismarck Teleskop im Allgäu sah er beeindruckend aus, mit ganz schwachem Schweifansatz, wie die obigen Bilder zeigen, die an diesem Abend gemacht wurden.

Garradd am 12. September 2011:

Garradd RGB Version

15 Einzelbilder mit der ST10 Kamera am 40cm Survey Teleskop des Wendelstein Observatoriums, je 5x200s in B, 5x120s in r, 5x120s in i Filter wurden gestackt.

Der Garradd ist hell und interessant genug, daß wir auch mit dem 40cm Cassegrain des Observatoriums einen Blick darauf geworfen haben. Durch die sequentielle Belichtung der Farbkanäle entstanden beim Stacking auf den wandernden Kometen wieder bunte Einzelsterne. Die Rohbilder wurden von unserem Nachtbeobachter Michael Schmidt aufgenommen.

Der Komet C/2007 N3 Lulin:

Lulin am 04. März 2009:

Lulin RGB Version 1

Lulin RGB Version 2

15 Einzelbilder mit dem 40cm Teleskop am Wendelstein in den Filtern r g und B zu je 60sec zu einem Farbbild vereinigt. Zusätzlich zu den 15 Bildern noch zwei weitere 120s Aufnahmen in g hinzugefügt, Kontrast und Helligkeit anders eingestellt.

Mit dem 40cm Teleskop am Wendelstein Observatorium habe ich den Lulin ebenfalls abgelichtet. Die dortige Kamera liefert SW Bilder durch Farbfilter, somit müssen RGB Bilder durch Stacking erzeugt werden. Daher kommen die lustigen Farbeffekte an den Sternen, da alle Bilder auf den Kometen zentriert wurden. Es wurde auch wieder eine Gif Animation aus allen 17 Einzelbildern erstellt. Die Animation ist immerhin 4.5Mb groß!

Lulin am 28. Februar 2009:

Lulin Komposit

Kometenzentriert

Einzelbild

Sieben Einzelbilder zu ja ca 180s, auf die Sterne und auf Lulin gestackt und zum Komposit zusammengefügt. Diesmal alle sieben Einzelbilder nur auf den Komet gestackt. Bild Nr. 3 aus dem Stack ist ein 200sec belichtetes Einzelbild.

Vom Allgäu aus erstrahlte Lulin ziemlich beeindruckend und war auch recht gut mit bloßem Auge zu sehen. Die obigen Aufnahmen entstanden durch das gute alte 400er Beroflex Tele und sind aus 7 Einzelbildern gestackt, einmal auf den Kometen zentriert, sowie Sterne und Komet separat gestackt und wieder zusammengefügt. Ein Einzelbild zeigt aber zum Vergleich einen unmanipulierten Anblick. Die Wanderung des Kometen zeigt eindrucksvoll diese Gif Animation (2.4 Mb groß). Zwischendrin zogen auch mal Wolken durch.

Der Komet 17P/Holmes:

Holmes am 01. November 2007 und am 05. Dezember 2007:

Holmes angeschwollen

mit äußerer Koma

Im 400er Tele

Der Durchmesser beträgt nun ca 12 Bogenminuten. Stack aus 11x20s Aufnahmen. Hier sind wieder die äußeren Bereiche verstärkt dargestellt. Anfang Dezember ist er eineinhalbmal so groß wie der Vollmond und paßt nicht mehr ins Gesichtsfeld vom Bismarck.

In Bismarcks Focus füllt Holmes das Gesichtsfeld der 350D nun fast ganz aus. Die Einzelaufnahmen, auch vom 28.10., sind mit je 20s oder auch 10s geschossen worden. Der Anblick ist sogar noch spektakulärer geworden, auch mit dem bloßen Auge oder im Feldstecher. Im Astrotreff gibt es mittlerweile eine imposante Bildergalerie.

Holmes am 28. Oktober 2007:

Holmes

länger belichtet

False Nucleus und Koma des Kometen mit einem Durchmesser von ca 5 Bogenminuten mit reichlich Strukturen. Komposit aus länger belichteten Einzelaufnahmen und kurz belichteten Bildern um weitere Strukturen sichtbar zu machen.

Nach längerer Schlechtwetterstrecke konnte ich Holmes am 28.10 erstmals sehen und war überwältigt von der enormen Helligkeit. Mit ca 2.6m ein leichtes Objekt für das bloße Auge. Der Helligkeitsausbruch sorgte für einen Anstieg der Helligkeit um den Faktor 1000000! Der Komet kreist zwischen Mars und Jupiter und bewegt sich daher nur relativ langsam. Im Teleskop ein überwältigender Anblick. Die beiden Bilder zeigen einen etwa 70% Bildausschnitt.

Der Komet Mc Naught C/2006 P1:

Mc Naught am 21. Januar 2007:

Mond und Venus

Schweifstrukturen von...

...Komet Mc Naught!

Mond und Venus in der Abenddämmerung am Wendelstein In der fortschreitenden Dämmerung werden die schwachen Schweifsynchronen des Kometen Mc Naught sichtbar. Das Summenbild aus 7 Aufnahmen zeigt die Strukturen des "Südlichtes" etwas deutlicher.

Am Abend des 21. Janauar ergab sich am Wendelstein eine Gelegenheit, den Schweif des Kometen, der bereits tief auf die Südhalbkugel abgetaucht war, nochmal zu erhaschen. Bei sehr guter Durchsicht wurden die Synchronenstreamer sichtbar, obwohl der Komet bereits ca 30° unter dem Horizont stand und auf der Südhalbkugel eine spektakuläre Show bot. Bilder der ESO vom Paranal sind z.B. hier zu bestaunen. Desweiteren hat auch der Entdecker, Rob Mc Naught selbst, eine tolle Fotogalerie des Kometen. Im Astrotreff behandelt dieser Thread die Sichtbarkeit des Schweifes bei uns, dort finden sich Bilder von Münchner Sternwärtern und auch von mir. Nach diesem Tag wurde der Schweif im Mondlicht unsichtbar und Mc Naught verabschiedete sich endgültig von uns. Schließlich gibt es noch eine hübsche Animation, erstellt aus den Einzelbildern. (Filegröße ca 2Mb!). Sie zeigt auch, wie sich die Schweifsynchronen mit der Erddrehung mitbewegen, während die Bewölkung von West nach Ost zieht.

Mc Naught am 13. Januar 2007:

1. Abendsichtung

Mc Naught im...

... 400er Tele

Daheim war Mc Naught unmittelbar bei Sonnenuntergang auffällig zu sehen. Im 400er Tele bietet der tiefstehende Komet ein prächtiges Bild. Mit zunehmender Dunkelheit wird der Kontrast besser.

Auf den Feldern jenseits des Bismarck Observatoriums wurde am Abend des 13. Januars bei exzellenter Horizontsicht mit Tele und Feldstecher nach dem Mc Naught Ausschau gehalten. Der Himmelsbote konnte sofort gefunden werden. Tatsächlich wäre er den ganzen Tag über zu sehen gewesen, ich wußte nur nichts davon! Die Serien zeigen, wie der Komet mit zunehmender Dämmerung deutlicher hervortritt. In der nächsten Reihe das letzte Bild, schon ganz tief am Horizont und eine Abendstimmung nach dem Abtreten des Kometen.

Tief stehend

Abendstimmung

Kurz vor dem Untergang verblaßt Mc Naught. Wenige Minuten später ist der Komet weg und die Stimmung wird genossen.

Mc Naught am 10. Januar 2007:

Abendstimmung

Mc Naught steht...

...über dem Gebirge

Kurz nach Sonnenuntergang raubt einem dieser Anblick der Bergkette mit Zugspitze den Atem. Bald darauf ist der überraschend helle Komet erstmals mit bloßem Auge leicht zu sehen. Spektakulär taucht Mc Naught durch die Wolken zum Horizont hinab. Der Schweif ist über fünf Grad lang!

Mc Naught brauchte ein wenig, um in die Gänge zu kommen. Um Weihnachten herum war er schwächlich und extrem sonnennah. Aber nach seinem Helligkeitsausbruch Anfang 2007 und etwas nördlicherer Deklination wurde er relativ gut sichtbar. Stünde er höher am Himmel, wäre dieser Komet unglaublich beeindruckend. Die Gelegenheit zur Beobachtung ergab sich am 10. Janunar 2007 am Wendelstein mit Hilfe der dortigen Casio QV 5700. Belichtungszeiten beliefen sich auf etwa 1 Sekunde. Kurz vorm Untergang wurde dann noch das folgende kleine Panorama mit Venus geschossen:

Der Komet Machholz C/2004q2:

Machholz - Canon Ixus

Plejaden, Machholz

Machholz, schon beeindruckend

Machholz - Bismarck fokal

Diese Bilder vom Komet Machholz sind mit der Canon Ixus, sowie auf chemischem Film gemacht. Die Ixus Aufnahme, mit Okularprojektion am Bismarck, ist aus 16 gestackten Bildern entstanden. Der Komet Machholz c/2004q2 begann im Dezember 2004 als respektabler Weihnachtskomet und erreichte schließlich eine Helligkeit von ca 3 mag. Beeindruckend war die Passage des Kometen am Sternhaufen der Plejaden. Bei dieser Aufnahme auf Fuji 200 wurde das 400er Tele eingesetzt. Das vierte Bild dieser Reihe ist ebenfalls auf Fuji 200 fokal durch Bismarck geschossen worden. Weitere Kometenlinks gibt es dort zu sehen.

Als die Bilder auf Fuji 200 entstanden, wurden zeitgleich dieselben Aufnahmen auf Kodak Panther 1600 gemacht. Dazu wurde nur etwa die Hälfte der Belichtungszeit aufgewendet. (ca 15 und 4 Minuten) Diese Bilder zeigt die nächste Reihe:

Plejaden, Machholz

Machholz - Bismarck fokal

Einige Kometen der jüngeren Vergangenheit:

Komet C/ Neat

Komet A2 Linear

Komet Ikeya Zhang

Neat war der hellste Komet im Frühjahr 2004. Ein schöner Komet war der A2 Linear. Ikeya Zhang ist der bislang hellste Komet des neuen Jahrtausends gewesen. Im Frühjahr 2002 war er mit bloßem Auge zu sehen.

Die Kometen Hale Bopp und Hyakutake:

Gegen Ende der Neunziger Jahre tauchten binnen weniger Jahre zwei überaus spektakuläre Kometen am Himmel auf, die nicht nur mit bloßem Auge zu sehen waren, sondern mit ihrer enormen Helligkeit und Auffälligkeit das Interesse der normalen Menschen und der Presse auf sich zogen. 1996 überquerte Hyakutake den Himmel mit einer Schweiflänge von ca 100 Grad! Kurz darauf beherrschte Hale Bopp den Himmel.

Hale Bopp fokal

Hale Bopp über München

Hale Bopp 400er

Hale Bopp, gesehen mit Christina Hale Bopp beherrscht den Himmel, hier vom Wendelstein aus gesehen. Hale Bopp, aufgenommen durch das 400er Tele.

Hyakutakes volle Pracht

Hyakutakes Kern

Hale Bopp 400er

Das 135er zeigt die enorme Schweiflänge des Kometen. Der Kern von Hyakutake in Christinas Fokus. Hale Bopp, hier noch unscheinbar, von Namibia aus.

Der Komet Halley:

Halley war mein persönlicher Einstieg in die Welt der Kometenbeobachtung. Dieser Komet war auch der Anlaß für die allererste Astroreise gen Süden, da Halley nur dort gut zu sehen war. Diese erste Spechtelexpedition führte uns 1986 nach Teneriffa. Die Aufnahmen, die dort gemacht wurden, entstanden unter primitven technischen Bedingungen ohne jegliche motorische Nachführung!

Halley - 300er Tele

Halley und Milchstraße

Halley war der erste Komet, den ich gut mit bloßem Auge beobachten konnte. Gegen Morgen bot sich der spektakuläre Anblick des Kometen östlich der Milchstraße.

Ein interessanter Link zum Thema Kometen: Aktuelle Kometeninfos gibt es bei der Fachgruppe Kometen der VdS.

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